Prognose

Prognose

Wasserbedarf

Der Wasserbedarf im Versorgungsbereich des Zweckverbandes hat ausgehend von seiner Gründungszeit im Jahr 1910 bis heute stetig zugenommen. Im Wesentlichen wurde dieser Zuwachs in den letzten Jahrzehnten durch den Anschluß weiterer Gemeinden und Ortsteile sowie den Strukturwandel in der Erwerbstätigkeit hervorgerufen.In den Gründerjahren ist man von einem täglichen Wasserverbrauch von 50 Litern pro Einwohner ausgegangen. Der gleiche Tagesverbrauch wurde für ein Pferd oder eine Kuh und zwei Hühner angenommen. Der Bereich des Gewerbes und der Industrie konnte seinerzeit vernachlässigt werden. Heute liegt der durchschnittliche Wasserbedarf im Verband bei ca. 129 Liter pro Einwohner und Tag, wenn der Verbrauch der Industrie- und Gewerbegebiete mitgerechnet wird. Werden Großverbraucher nicht berücksichtigt, ergibt sich ein Verbrauch von ca. 119 Liter pro Person und Tag. Bezogen auf den Gesamtverbrauch wurde 1909 im Entwurf über die Wasserversorgung der Marktheidenfelder Gruppe vom "Königlich Bayerischen Wasserversorgunsgsbureau" in München ein Gesamtbedarf von 148.555 Kubikmeter pro Jahr für die damals 11 Ortschaften des Verbandes berechnet.

Mitgliederentwicklung

In den Folgejahren von 1923 bis 1987 ist die Anzahl der zu versorgenden Gemeinden bzw. Ortsteile auf 19 gestiegen, wobei die Stadt Marktheidenfeld 1965 aus dem Zweckverband ausgetreten ist, um die Voraussetzung für eine günstigere Finanzierung der erforderlichen Neuinvestitionen des Verbandes zu schaffen. Seither ist der Wasserbezug der Stadt durch einen Wasserlieferungsvertrag geregelt. Seit dem letzten Beitritt eines Ortsteiles in den Verband im Jahr 1987 beträgt die jährliche Fördermenge zwischen 640.000 bis 735.000 Kubikmeter mit insgesamt steigender Tendenz. Der Wasserbedarf ist somit heute 5mal so groß wie zur Zeit der Gründung des Verbandes.

Zukunftssicherung

Die Hauptaufgabe des Zweckverbandes wird es auch zukünftig sein, Trinkwasser in der gewohnten, ausgezeichneten Qualität und in ausreichender Menge zur Verfügung zu stellen. Um die Leistungsfähigkeit der vorhandenen Brunnen im Weihersgrund auch langfristig zu sichern, muss deren jährliche Fördermenge auf 600.000 Kubikmeter begrenzt werden. Da gleichzeitig der Wasserbedarf durch die Entwicklung der Gemeinden weiter steigen wird, hat der Zweckverband schon im Jahr 1991 entsprechende Studien über die Möglichkeiten der zukünftigen Bedarfsdeckung durchführen lassen. Nach Abschluss aller Untersuchungen im Sommer des Jahres 2001 besteht unter allen beteiligten Fachleuten die einhellige Meinung, dass eine zukunftsorientierte gesicherte Wasserversorgung in unserem Gebiet nur durch die Erschließung neuer Brunnen gewährleistet ist. Die Verwendung von Regenwasser zur Toilettenspülung sowie zur Bewässerung der Gärten in den Haushalten, die Kreislaufführung von Betriebswasser in Gewerbebetreiben sowie weitere Wassersparmaßnahmen werden die Versorgungssituation zwar verbessern, können aber des zukünftig entstehende Defizit zwischen Bedarf und reduzierter Fördermenge nicht vollständig ausgleichen. Auch über benachbarte Wasserversorger ist die Bedarfsdeckung mit ökonomisch vertretbarem Mitteln nicht möglich. Folgerichtig wurde in der Verbandsversammlung am 22.08.2001 der Ausbau einer Brunnenanlage mit einer entsprechenden Aufbereitung im Wachengrund beschlossen.

Glücklicherweise wurden in diesem Tal schon im Jahr 1993 bei Probebohrungen ausreichende Wassermengen gefunden, die einen wirtschaftlichen Betrieb gewährleisten. Die Gesamtanlage wurde so verwirklicht, dass deren Betrieb unabhängig von den bestehenden Brunnen und der Aufbereitungsanlage im Weihersgrund möglich ist. Dadurch wird es u.a. auch möglich, die längst überfälligen Sanierungsarbeiten an den alten Fördereinrichtungen vorzunehmen.

  • Stand vom: 22.07.16
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