Qualität und Aufbereitung

Qualität und Aufbereitung

Gewinnungsanlage Weihersgrund

Das Wasser wird aus einer Tiefe von 19 bis 24 Metern gefördert. Der in diesem Bereich anstehende Buntsandstein bewirkt, dass das Wasser einen hohen Anteil an freier Kohlensäure hat. In diesem Zusammenhang spricht man auch von „weichem Wasser“ (0,7 bis 1,4 Grad deutscher Härte). Ohne weitere Behandlung würde dieses Wasser Materialien wie Beton und Metalle z.B. der Wasserbehälter und Verteilernetze zersetzen. Um dies zu verhindern wird das „Rohwasser“ in der 1965 errichteten Aufbereitungsanlage im Weihersgrund, durch die Bindung der Kohlensäure mit natürlichem Kalk entsäuert und auf 4 Grad deutscher Härte eingestellt.

Gewinnungsanlage Wachengrund

Hier weist das aus einer Tiefe von ca. 55 Metern gewonnene Grundwasser, neben der bereits im Weihersgrund erwähnten Kohlensäure, einen weiteren grenzwertbeaufschlagten Inhaltsstoff auf: Arsen. Dieser geogenbedingte und im Buntsandstein häufig wiederzufindende Stoff wird über zusätzliche Adsorber unter Beaufschlagung von granuliertem Eisenhydroxid (GEH) vollständig entfernt, obgleich die derzeit gültige Trinwasserverordnung einen Grenzwert von 10 mg/l festgelegt hat. Da das Rohwasser hier bereits eine geringfügig höhere Härte aufweist, erfolgt die Entsäuerung rein physikalisch über einen Flachbettbelüfter.

Eine weitere Aufbereitung ist nicht notwendig, da das Wasser qualitativ sehr hochwertig ist und die gesetzlichen Grenzwerte weit unterschritten werden. So liegt beispielsweise der Nitratgehalt bei < 2,8 Milligramm pro Liter, einem Wert bei dem Mineralwasserhersteller werben, dass ihr Produkt „für die Herstellung von Säuglingsnahrung geeignet“ ist.
Die Qualität des Trinkwassers wird permanent und weitaus häufiger als gesetzlich vorgeschrieben von unabhängigen, zertifizierten Labors, auf Grundlage der Trinkwasserverordnung, auf zahlreiche Stoffe und Eigenschaften hin kontrolliert.